Dr. Jürgen Römer referiert über Soziale Orte auf dem Land
Bild ASGZu ihrer Herbsttagung 2025 im Oktober schreibt die Agrarsoziale Gesellschaft auf Ihrer Homepage: "Die Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Räumen prägen unsere Gesellschaft auf vielfältige Weise – und nicht selten auch unser Bild voneinander. Während Städte als kulturelle, wirtschaftliche und politische Zentren wahrgenommen werden, sind ländliche Räume oft mit Vorurteilen konfrontiert: als „rückständig“, oder als idyllische Rückzugsorte. In vielen ländlichen Gebieten ist der Eindruck verbreitet, dass ihre Belange und Bedürfnisse in der Politik zu wenig berücksichtigt werden. In Kombination mit tatsächlichen sozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen bereitet dies vielerorts den Nährboden für populistische Strömungen, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. Der hohe Zuspruch zur AfD speziell in den peripheren ländlichen Räumen markiert diesbezüglich einen besorgniserregenden Trend.
Wie können wir den zunehmenden Spannungen zwischen „Stadt“ und „Land“ entgegenwirken? Wie können wir gemeinsam Lösungen finden für die großen Herausforderungen in Bereichen wie Landwirtschaft, Energieversorgung oder Wohnen – und nicht zuletzt für den Erhalt demokratischer Strukturen? Mit unserer Tagung möchten wir dazu anregen, die Konflikte zwischen „Stadt“ und „Land“ zu benennen, aber auch Brücken zu bauen. Wir wollen gemeinsam überlegen, wie respektvolle Beziehungen entstehen können, die sowohl die Bedürfnisse der Städte als auch die der ländlichen Regionen in Einklang bringen."
Dafür wurde neben Vorträgen aus Forschung und Praxis viel Raum für Diskussionen sowie eine Postersession für den fachlichen Nachwuchs geboten. Am Abend fand die Verleihung der Tassilo Tröscher-Preise statt. Viele der zahlreichen Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, sich einzubringen und zu vernetzen. Der Vorsitzende der HAL, Dr. Jürgen Römer, referierte über Soziale Orte in Stadt und Land (s. Programm).
Zusammen mit Dr. Marco Trips vom Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund und Prof. Dr. Oliver Junk von der Hochschule Harz stellte er sich einer von dem Journalisten Thomas Röther moderierten Talkrunde, die lebhaft unter anderem über die Gefahren für die demokratische Grundordnung diskutierte, auch unter Einbeziehung des Publikums.
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